Weblogs – die “gespaltene” (Informations-) Gesellschaft –
oder – Philosophieren im Netz
"Weblog – Was ist das denn?"…"Wer liest das alles?" …und…"Schon wieder ein neuer Blog!"…
Solche und ähnliche Kommentare habe ich erhalten, als ich Bekannten, Freunden, Geschäftspartnern, der Gemeinschaft in diversen Internet Foren (Nicht aus der Blogosphäre) unsere neue barracuda Webseite gezeigt habe. Und auch ich habe mich dann noch einmal mehr gefragt: Sagt die Quantität von Weblogs auch etwas zur Qualität dieser Kommunikationsplattform aus?
Masse – statt Klasse?
Wer sind die "Blogger"? Kann jeder bloggen?
Und damit meine ich nicht die technischen Details und Möglichkeiten, sondern die Fähigkeit interessante Beiträge zu schreiben. Relevant für…Ja für wen sollen Weblogbeiträge eigentlich relevant sein?
Was wollen die Blogger mit ihren Weblogs bewirken?
Warum machen die das, was sie da machen?
Wollen sie Aufmerksamkeit auf ihre eigene Person lenken? Wollen sie ihre Kompetenz in bestimmten Bereichen der Öffentlichkeit präsentieren?
Oder Aufmerksamkeit auf gesellschaftlich wichtige Themen lenken, im Sinne von Agenda-Setting?
Oder wollen sie mit anderen Internet Nutzern frei und ohne (gesellschaftliche, politische, wirtschaftliche) Restriktionen kommunizieren, in einen Dialog treten und Meinungen austauschen?
Ich glaube, die Gründe sind immer ganz individuell und persönlich.
Und daneben steht immer wieder die Frage in den Medienwissenschaften:
"Zeit" – unser kostbarstes Gut – und Mediennutzung.
Wieviel Zeit verbringt der Mensch mit welchen Medien und deren Inhalten?
Wofür nutzt er diese Zeit – zur Information, Unterhaltung, Bildung und Kommunikation?
…oder anders gefragt:
Durch das Lesen und Schreiben in Weblogs reduziert sich die Zeit für die Nutzung anderer Medien und ihrer Inhalte.
Worin besteht nun der "wirkliche" Mehrwert für jeden einzelnen (Internet) Nutzer sich mit Weblogs zu beschäftigen?
Lesen Sie Weblogs? Wenn ja, welche? Nutzen Sie Weblogs um sich in Ihrem Business über aktuelle Trends zu informieren oder mit anderen auszutauschen?
Zusammenfassend:
Heisst das nun, es gibt sie – die "Blogger" und die "Nicht-Blogger", also sind wir eine gespaltene (Informations-) Gesellschaft?
10.01.2006 · 14:51 Kommentar von: Klaus |
Und schon wieder ein Blog .. NERV Ja, Blogs nerven eigentlich nur noch … Die Einzigen denen sie wirklich gut tun, sind die Blogger selber. Das ist wie Seelen Strip, die virtuelle Couch, wie die unzähligen (Sinn- und Hirnlosen) Nachmittags Talks … Eine Gesellschaft die sich Prostituiert. Überigens sehr zum Vergnügen der “Macher”. Die verdienen sich am kollektiven Seelenstrip eine goldene Nase. Informationsgehalt? Ich lese da z.B. 70.000 neue Weblogs am Tag. WOW. Das Internet wird heute schon von Informationen überflutet die kein Mensch braucht oder Informationen die man nicht mehr wieder findet und jetzt kommt noch der ganze private “Muell” dazu. Arme Informationsgesellschaft! Und wenn ich in der Liste eurer Blogs so blättere: Ich muss schon sagen – Außer dem Buchtipp – Blogs auf die die Welt gewartet hat und ohne die die Welt wahrscheinlich nicht leben kann. Ich will nicht abstreiten das es das ein oder andere Thema gibt das lesenswert ist oder das sogar wichtig ist – aber dazu Bedarf es nicht eines Blogs. Es gibt genügend andere Mittel um diese Informationen publik zu machen. Blogs sind m.E. eine Modeerscheinung die sich nach ein paar Jahren – bis sie den Erdball umrundet haben – wieder im Sande verlaufen. Gruss P.S. Das Fehlerhandling auf dieser Seite ist nicht gerade Benutzerfreundlich |
12.01.2006 · 14:21 Kommentar von: Hanna |
Hallo Klaus, KLAUS: KOMMENTAR: Andere “professionelle” Weblogs wie beispielsweise vom “Handelsblatt”, geben auch Journalisten die Möglichkeit, unabhängiger zu berichten, unabhängiger von bestimmten (“klassischen”) Medien. Auch hier lohnt sich mal ein Blick hinein: http://services.handelsblatt.de/global-reporting KLAUS: KOMMENTAR: KLAUS: KOMMENTAR: Aus unseren positiven Erfahrungen wissen wir, dass z.B. der Weblog der NRWSPD http://blog.nrwspd.de im Wahlkampf im letzten Jahr sehr intensiv für einen Austausch von Meinungen und Ideen genutzt wurde, und das nicht nur von SPD-Anhängern. Die Frage hier ist: kann man politisch Einfluss nehmen über so einen Weblog? Heute gehört der Weblog der NRWSPD zur Kommunikationsplattform, die täglich intensiv genutzt wird. Ein anderer interessanter Weblog im politischen Umfeld ist auch der von den Bundestagsabgeordneten in spe, die über ihren Wahlkampf 2005 bloggten. Zu erreichen unter http://www.internetwahlkampf.de. Weblogs als Trend – hin oder her – die Entwicklung ist spannend und sollte im Auge behalten werden. ;) |
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